Er könnte ein Sohn des Wiener Stadtmusicus Franz Anton H. (* ca. 1640, † 24.1.1707) gewesen sein, hatte nach Friedrich Wilhelm Marpurg „eine Prinzeßin Carls VI. [ev. Maria Theresia oder ihre Schwester Maria Anna] ehemals auf der Laute unterwiesen“ und war seit 1740 am kurmainzischen Hof tätig (besoldet als Kammerdiener, quartiert als Kanzlist). Von ihm stammen wahrscheinlich die drei mit „Mr. Hoffer“ gezeichneten Solosuiten in der Lautentabulatur A-Wn, Mus. Hs. 18.829. Welche Schlüsse aus dieser Tatsache und dem weiteren Bericht Marpurgs, der berühmte Ernst Gottlieb Baron habe Hoffer um 1737 getroffen, auf sein Verhältnis zur deutschen Lautenistenschule (Baron, Sylvius Leopold Weiß; Lautenmusik) zu ziehen wären, ist noch (2002) offen.
Lit: E. Maier in TMA 8 (1974); A. Gottron, Mainzer Musikgesch. von 1500 bis 1800, 1959, 125; Datenbank H. Seifert, Wien.
RF