Aus den habsburgischen Vorlanden stammend, studierte H. 1712–14 an der Univ. Innsbruck. 1717 wurde er zum Hoforganisten ernannt, seine Bewerbung um die Nachfolge J. J. Grebers blieb jedoch ohne Erfolg. Mit der Errichtung einer vorderösterreichischen Kanzlei in Freiburg i. Br. übersiedelte H. 1753 in diese Stadt, in der er jedoch neben seiner Beamtentätigkeit nicht mehr aktiv wurde. H. ist v. a. durch die Messensammlung Alauda coelestis (Augsburg 1750), in für die Zeit typischem kirchenmusikalischem Stil, bekannt geworden; von den wenigen hs. überlieferten Instrumentalwerken fallen einige wegen der Verwendung von volkstümlichen Instrumenten (Drehleier, Harfe, Maultrommel) auf.
W: Alauda coelestis, Augsburg 1750 (6 Messen); Offertorien, Miserere, weitere Messen, geistliche Lieder; Instrumentalwerke.
Lit: W. Senn in Tiroler Heimatbl. 50 (1975); NGroveD 11 (2001).
ETH