In der Hofkriegsbuchhaltung angestelltes Haupt einer bürgerlichen Familie, die bis 1824/25 Hauskonzerte (Hausmusik) veranstaltete und sich damit um das Musikleben Wiens (Bürgerliche Musikkultur) im 1. Viertel des 19. Jh.s verdient gemacht hat. Seine Tochter Katharina (* 1785/86 [Ort ?], † 4.3.1861 Wien), Pianistin, Lieblingsschülerin von A. Eberl, auch als Sängerin (Alt) in Chören sowie als Musiklehrerin tätig, und sein Sohn Thomas (* 1788/89 [Ort ?], † 19.5.1853 Wien), k. k. Rechnungsrat und Violoncellospieler, unterstützten ihren Vater, der zunächst Kammermusik, später auch Oratorien, Kantaten und ältere Opern mit Klavier- und Violoncello-Begleitung aufführen ließ. Zu den weiteren z. T. prominenten Mitwirkenden gehörte R. G. Kiesewetter. Ein im März 1842 unternommener Versuch der Wiederbelebung der Hauskonzerte schlug fehl.
Lit: L. Sonnleithner in ÖMZ 16 (1961); Wurzbach 28 (1874); MGG 17 (1986); MGÖ 2 (1995).
UH