Hertel, Franz Paul
* 9.5.1953 Wien. Komponist und Regieassistent.

Erhielt seinen ersten Musikunterricht mit 5 Jahren, studierte 1973–83 an der MHsch. Wien bei E. Urbanner und A. Uhl (Komposition, Dirigieren, Elektroakustische Musik), an der Univ. Wien (Theaterwissenschaft, Diss. 1978) und am Konservatorium der Stadt Wien Jazzharmonielehre (Jazz). H. tritt seit 1970 als Gitarrist auf und arbeitete 1979–82 als freier Mitarbeiter bei diversen Fernsehgesellschaften, seit 1981 vorwiegend im Bereich Film- und Bühnenmusik (für ORF, WDR, Schönbrunnfilm etc.). H.s umfangreiches Werk zeigt einen bunten Mischstil, der Einflüsse aus Jazz, Elektroakustik, Pop, der deutschen Musik der 1920er Jahre und Ethno nicht verleugnen kann; Film- und Bühnenmusik sind Gebrauchsmusik im besten Sinn.

P: Mitglied der Freien Akademie der Künste Mannheim 1987; Ehrendiplom als bester Filmkomponist beim Internationalen Filmfestival Teheran 1994; Förderungspreis der Stadt Wien 1994.

Schr: Das Phänomen Robert Stolz. Zur Entwicklung der Operette im 20. Jh., Diss. Wien 1978.

W: Film- und Bühnenmusik (Nur Ruhe, Theodor, Wie schön blüht der Frühling, Lumpazivagabundus, Maria Stuart, Hexenjagd, Was ihr wollt, Glaube und Heimat, Figaro lässt sich scheiden, Wilhelm Tell, Green Ashes etc.), Cecchina (Kindersingspiel), Kammermusik, Klavierwerke, Lieder, elektronische Musik.

Lit: MaÖ 1997; Goertz 1994.

ETH