Zunächst ebenfalls Sänger am Kapellhaus von St. Stephan in Wien, kam nach dem Tod des Vaters Matthias 1765 zu J. H. nach Eisenstadt. Nachdem er 6 Jahre unentgeltlich im Eisenstädter Chor gesungen hatte, wurde er 1771 um geringes Gehalt als Tenor im Esterházyschen Kirchenmusik-Ensemble angestellt. Eine Entlassung im September 1775 wurde vermutlich auf Intervention des Bruders mit Gehaltserhöhung wieder zurückgenommen. Obwohl sich J. E. H. sein Einkommen durch Klavier- und Gesangsstunden aufbesserte – so unterrichtete er zeitweise den Kammerpagen der Fürstin, den Zwergen Johannes Sidler, „Monsieur Jean“ genannt –, war er zeit seines Lebens auf die Unterstützung durch seinen Bruder angewiesen.
Lit: H. C. R. Landon, Haydn. Chronicle and works 2 (1978), 59; U. Tank, Studien zur Esterházyschen Hofmusik von etwa 1620 bis 1790, 1981, 347ff.
GWi/GWa