Hawranek, Karl
* 7.9.1885 Wien, † 22.7.1952 Wien. Geiger, Kapellmeister und Komponist.

Studierte am Konservatorium der GdM in Wien Klavier, Violine bei Julius Stwertka (1872–1942) und Harmonielehre bei R. Fuchs. Bis 1922 Primgeiger und Konzertmeister der Wiener Symphoniker, gründete daraufhin eine Salonkapelle und konzertierte mit ihr u. a. in Schweden und in der Schweiz. Langjähriger Leiter der Kurkonzerte (Kurmusik) in Badgastein/Sb, dirigierte auch im Rundfunk (RAVAG). H. komponierte zahlreiche Werke gehobener Unterhaltungsmusik, die auch lange nach seinem Tod noch oft im ORF gesendet wurden und war auch als Violin- und Klavierlehrer tätig.

Sein älterer Bruder Gustav (1879–1950) war ebenfalls Geiger (Primgeiger und 1932–33 als Vorgänger H. Burghausers Kurzzeit-Vorstand der Wiener Philharmoniker) und Komponist.

W: Ouvertüren (Donauzauber, Festspielouvertüre), Tanzendes Wien (Ballettouvertüre), Impressionen für Orch., Intermezzi (Zirkuskinder, Tanz-Vision), Vergißmeinnicht (Serenade), Walzer (Donauperlen, Wiener Chic), Tänze aus Wien, Spanisches Capriccio.

Lit: Lang 1986; Hellsberg 1992.

UH