Lebte 1576–84 am Hof Erzhzg. Ferdinands II. in Innsbruck, wo er die wichtigsten Impulse für sein Schaffen erhielt. Anfang der 1590er Jahre diente er beim kaiserlichen Heer in Ungarn. 1598 unternahm er eine Reise ins Heilige Land. 1599 Kämmerer Rudolphs II., 1607 in den erblichen Freiherrenstand erhoben. H. nahm jedoch am antihabsburgischen Ständeaufstand 1618–20 in Böhmen als Präsident der böhmischen Kammer und Artilleriebefehlshaber aktiv teil und wurde Utraquist. Der Stil seiner nur teilweise erhaltenen Kompositionen steht zwischen Renaissance und Frühbarock.
Schr: Cesta z království českého do Benátek, odtud po moři do země svaté [Die Reise vom Königreich Böhmen nach Venedig und von dort über das Meer ins Heilige Land] 1608 (Reisebeschreibung; NA hg. v. K. J. Erben 1854).
W: Missa quinis vocibus super Dolorosi martir; Motetten (Qui confidunt in Domino, Maria Kron). NA: J. Berkovec (Hg.), K. H. z P. a B. Opera musica 1956.
Lit: MGG 5 (1956); Československý hudební slovník 1 (1963); NGroveD 8 (1980); J. C. Sychra (Hg.) in Cyril 36 (1910); Z. Nejedlý, K. H. z P. 1621–1921, 1921; R. Quoika in Mf 7 (1954); J. Racek, K. H. z P. a jeho doba 1–3 (1970–73); J. Francek, K. H. z P. a B. 1994; P. Daněk in Opus musicum 34 (2002).
PD