H. ließ sich spätestens 1876 in Wien nieder und gründete 1883 oder 1887 seine Werkstatt für Holzblasinstrumentenbau. In Zusammenarbeit mit dem Oboisten R. Baumgärtl entwickelte er basierend auf dessen Oboe des Dresdner Instrumentenbauers Carl Golde († 1873) jenen Oboentyp, der später unter der Bezeichnung „Wiener Oboe“ bekannt wurde und noch heute in den großen Wiener Orchestern gespielt wird. Nach seinem Tod übernahm H. Zuleger die Werkstatt.
Lit: M. Nagy in E. Brixel (Hg.), [Kgr.-Ber.] Internationale Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik Uster 1981, 1984; M. Nagy in Das Orchester 34 (1986); M. Nagy in O. Biba/W. Schuster (Hg.), [Kgr.-Ber.] Klang und Komponist Wien 1990, 1992; W. Waterhouse, The New Langwill Index 1993; Hopfner 1999.
KH