Sein Vater Johann Sebastian (1645–1732) war u. a. Kapellsänger am Damenstift Hall/T und ab 1683 Chorregent in Altötting. F. S. H. erhielt seine musikalische Ausbildung beim Stiefvater, dem Tenor Wolfgang Stängelmayr, und als Sängerknabe der Stiftskirche Altötting sowie Geigenunterricht in München. Ab 1748 ist er in Innsbruck nachweisbar. 1752 wurde er von Hzg. Clemens von Bayern als erster Geiger und Kammervirtuose nach München berufen, hielt sich aber weiterhin oft in Innsbruck auf, wo er L. Mozart traf. In und außerhalb von Innsbruck wirkte er als Theaterkapellmeister, -komponist und Musiklehrer. Für die umliegenden Klöster (Wilten, Stams, Neustift bei Brixen, Schwaz) schrieb er auch Kirchenmusik. 1785–1803 war er erster Violinist und Kammerdiener des Bischofs von Passau, nach Gerber ab 1793 auch Musikdirektor des dortigen Theaters.
W: Singspiel Der Kaufmann von Smyrna (verschollen); Kirchenmusik (Messen, Offertorien, Oratorium David auf dem Ölberg), Symphonien (DTÖ 86 [1949]); Partita.
Lit: MGG 5 (1956); NGroveD 10 (2001); MGÖ 2 (1995); W. Senn in DTÖ 86 (1949); GerberNTL 1812–14.
BB