Haidmayer, Karl
* 1.5.1927 Hollabrunn/NÖ. Komponist und Pianist.

Studierte an der Grazer Univ. Musikwissenschaft (bei H. Federhofer) und Kunstgeschichte (Dr. phil. 1952) sowie am Grazer Landeskonservatorium Klavier und Komposition, Klavier-Diplom in Bukarest 1953; Musikkritiker und freier Mitarbeiter bei Radio Graz; ab 1954 Lehrer für Theorie und Klavier am Steiermärkischen Landeskonservatorium, 1963 Lehrer für Musiktheorie an der neugegründeten Grazer MAkad. bzw MHsch., wo er 1972 ao. und 1976 o. Prof. wurde (1992 emeritiert), 1979–93 Präsident des Steirischen Tonkünstlerbundes. H. vertritt den „Standpunkt einer a-thematischen, wohl motivisch orientierten, frei tonalen, aber formal strengen Musik“.

P: Joseph-Marx-Preis des Landes Steiermark 1952; Kompositionspreis der Stadt Graz 1959; staatlicher Förderungspreis 1962; Förderungspreis des Landes Niederösterreich 1967; Erster Preis des Landes Steiermark 1973; Großer Kulturpreis des Landes Niederösterreich 1973; Ottokar-Kernstock-Kulturpreis 1981; Goldmedaille des Kulturministeriums in Sofia; Großes Ehrenzeichen des Landes Steiermark 1987; Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Graz; Goldene Promotion an der Grazer Univ. 2002.

W: Orchesterwerke (Sinfonien, Konzerte, Werke für Blasorchester); Chor-Orchesterwerke (Messe, Oratorium); Kammermusik; Lieder; Kompositionen für Film und Fernsehen.

Schr: Roderich von Mojsisovicz-Mojsvár. Leben und Werk, Diss. Graz 1951; Selbstdarstellung in O. Wessely (Hg.), [Kgr.-Ber.] Bruckner Linz 1981, 1983.

Lit: MaÖ 1997; Goertz 1979 u. 1989; StMl 1962–66; G. Gruber in Mitt. d. Steir. Tonkünstlerbundes 10/1969; W. Szmolyan in ÖMZ 25 (1970); E. Brixel in Österreichische Blasmusikzeitschrift 32 (1984) u. in ÖMZ 42 (1987); M. Dunst, K. H., Dipl.arb. Graz 2000; L. Theiner (Hg.), Musikalische Dokumentation K. H. 2000; Mitt. Archiv der MUniv. Graz.

BB