Der Sohn armer Eltern kam durch einen Stipendienplatz nach Laibach, wo sein musikalisches Talent durch den Regens chori der Kirche St. Jakob gefördert wurde. Nach dem Medizinstudium an der Univ. Wien wurde J. Chr. H. Arzt des Stadtkonvikts bzw. des Taubstummen-Institutes, musste jedoch in den letzten Jahren wegen Erblindung seinen Beruf aufgeben. Als Dilettant wurde er vorwiegend als Liedkomponist in der klassischen Tradition bekannt.
Sein Sohn Anton: * 11.4.1799 Wien, † 19.11.1846 Wien. Beamter und Komponist. Wurde durch E. A. Förster und F. Freystädter ausgebildet. Hauptberuflich bis 1844 als Beamter im Hof-Bauamt tätig, trat er als Komponist v. a. von ca. 300 Liedern (s. Abb.) hervor. Ab 1824 betreute H. auch die Musikabteilung des Lithographischen Instituts (Musikverlag).
W: Messe solenelle, Graduale, Offertorien; ca. 300 Lieder (u. a. Die nächtliche Heerschau, Das Ständchen, Die drei Sterne), Vokal-Quartette, Militärmusik [für das Regiment Maximilian Joseph].
Lit: ÖBL 2 (1959); Wurzbach 7 (1861); Czeike 3 (1994); DBE 4 (1996); F. X. Weigl, Erinnerungen an A. H. 1847; MGÖ 2 (1995).
ETH