Ausgebildet an der Msch. des philharmonischen Vereins Beseda und am Brünner Konservatorium sowie 1920–22 in der Meisterklasse L. Janáčeks. Er war bis zu seiner Deportation nach Theresienstadt (Terezin/CZ) 1941 (1944 kam er nach Auschwitz) fast ausschließlich als Komponist tätig, seine Werke zeigen Einflüsse Janáčeks, Igor Strawinskys, Arthur Honeggers und auch des Jazz. Journalistisch trat H. mit mehreren Berichten über das Musikleben Brünns und das internationale zeitgenössische Schaffen (Moderne, Neue Musik) an die Öffentlichkeit. Zahlreiche seiner Kompositionen wurden – besonders in Tschechien – auch als CD produziert. H.s Nachlass wird im Mährischen Museum in Brünn verwahrt, zahlreiche Werke sind allerdings verloren.
W: Oper Šarlatán (Der Scharlatan) 1938; Orchestermusik (Scherzo triste 1926, unvollendete Symphonie); Kammermusik (u. a. 4 Streichquartette); geistliche und weltliche Gesänge und Chorwerke; Lieder; Bühnen- und Filmmusik.
Lit: NGroveD 11 (2001); L. Peduzzi, P. H. 1993, dt. 1996; MGG 5 (1956, WV); ÖBL 2 ( 1959); F-A 1936 (Nachträge) u. 1 (1974).
UH