1747–77 Abt im Benediktinerstift Seitenstetten. Seiner geistigen Anschauung nach zwischen Barock und Aufklärung stehend, bemühte er sich besonders um die Erweiterung der Stiftsbibliothek. 1763–65 war G. Praeses der Salzburger Univ., 1765 wurde er zum Verordneten der niederösterreichischen Stände berufen. Er förderte das von ihm als Instrument der Belustigung geschätzte aufgeklärte Theater als „Sittenschule“ der Bevölkerung, auch für die Bauern der Umgebung, offenbar nach Vorbildern aus Lambach/OÖ. Mehrere Stücke (z. T. mit Musik) und Oratorien wurden ihm zu Ehren aufgeführt.
Lit: J. Haider, Die Gesch. des Theaterwesens im Benediktinerstift Seitenstetten in Barock u. Aufklärung 1973; MGÖ 2 (1995).
UH