Sohn des Theaterkritikers und Dramatikers Emil G. Studierte in Leipzig bei Salomon Jadassohn; Korrepetitor an der Wiener Hofoper; in Kabaretts (u. a. Nachtlicht) auch Auftritte als Pianist und Sänger; als Operettentenor, -komponist und -librettist sowie als Komponist für Kabarett und Film tätig; 1930 in Hollywood, um die Musik zum Film One Heavenly Night zu schreiben; Rückkehr nach Europa; schrieb zunächst Musik für die Filmindustrie der Nationalsozialisten, emigrierte aber 1938 nach Luxemburg (Exil); ab 1940 in New York, wo er als Barpianist u. a. seine zweite Frau Rosy Kauffmann bei der Interpretation seiner Lieder begleitete. Mit Bub oder Mädel feierte er 1908 seinen ersten Erfolg. Zu seinen berühmtesten Operetten zählen Auf Befehl der Kaiserin (1915) und Der Orlow (1925). Für R. Benatzkys Operette Im weißen Rößl steuerte er 1930 das Lied Zuschau’n kann i net als Einlage bei. Er gehörte zu den ersten, die Jazz-Elemente in die Operette einführten.
G: G.gasse (Wien XIII).
W: Brettl-Lieder fürs Kabarett; Operetten (Bub oder Mädel; Wein, Weib und Gesang; Lolotte; Majestät Mimi; Kasimirs Himmelfahrt; Die verbotene Stadt; Auf Befehl der Kaiserin; Walzerliebe; Das alte Lied; Indische Nächte; Die Bacchusnacht; Glück bei Frauen; Der Orlow; Das Schwalbennest; Evelyne; Reklame; The Life of Mozart); Schlager (Sprich nicht von ewiger Liebe; Mein Mann war eine Woche in Paris); Filmmusik (One Heavenly Night; Die Försterchristl; Walzerparadies; Der Diamant des Zaren; Zwei in einem Auto); Libretti für O. Straus (Die Königin).
Lit: NGroveD 10 (2001); MGG 5 (1956); Czeike 2 (1993); ÖBL 2 (1959); Lang 1986; MGÖ 3 (1995); R. Ulrich, Österreich in Hollywood 1993.
BB