Goisern (eig. Achleitner),Hubert von
* 17.11.1952 Bad Goisern/OÖ. Musiker, Komponist, Produzent.

Wollte bereits im Alter von fünf Jahren Dirigent werden, lernte als Jugendlicher Flügelhorn und klassische Gitarre. Jeweils jahrelange Aufenthalte in Südafrika, Kanada und auf den Philippinen mit Musikstudium und Erlernen von Flamenco-Gitarre und Nasenflöte. 1984 zurück in Österreich, Studien an der MHsch. in Wien, freischaffender Musiker und Komponist. Akkordeon-Unterricht beim Großvater. 1987 Gründung der Gruppe Alpinkatzen mit W. Staribacher. Geringe Erfolge, musikalische Umorientierung, Ausstieg von Staribacher. Mit neuen Begleitmusikern ab 1992 große Erfolge im gesamten deutschen Sprachraum. 1993 Nummer eins und zwei der österreichischen Jahreshitparade mit den Liedern Koa Hiatamadl und Heast as nit. Auslöser, Aushängeschild und mit Abstand populärster Vertreter der neuen Strömung Neue Volksmusik. 1994 nach einer weiteren CD und Tournee Auflösung der Alpinkatzen, ausgelöst auch durch Vereinnahmung und einseitige Berichterstattung der Presse. Filmmusikkompositionen und ausgedehnte Reisen nach Tibet und Gombe (Afrika) folgen. 1998 veröffentlicht er „Soundtracks“ zu diesen Reisen, die klassische sog. World Music enthalten. 2000/2001 offizielles Comeback mit zwei erfolgreichen CDs und einer ausgedehnten, großteils ausverkauften Tournee. H. v. G. ist einer der erfolgreichsten und bedeutendsten österreichischen Musiker sowohl im Volksmusik- als auch im Popmusik-Bereich. Sein Schaffen ist geprägt vom Wunsch, ureigene österreichische Musik weltoffen und zeitgemäß zu präsentieren.

P: Amadeus Music Award für das Album Trad 2002.

W: Alpine Lawine 1988; Aufgeigen statt niederschiassen 1992; Omunduntn 1994; Wia die Zeit vergeht 1995; OSR (Original Soundtrack Recording): Schlafes Bruder 1995; Gombe 1998; Inexil 1998; Fön 2000; Eswaramoi (Best Of) 2000; Trad 2001.

Lit: M. Huber, H. v. G. und die Musikindustrie 2001; G. Hohl, Die neue österreichische Volksmusik, Dipl.arb. Graz 1997; www.hubertvongoisern.com.

MH