1551 als Pfarrer in Strassgang/St nachgewiesen, ab 1553 wahrscheinlich an der Kirche St. Andrä in Graz als Pfarrer tätig; ließ 1569 und 1574 bei Andreas Franck in Graz seine Gesang Postill drucken (s. Abb.), die im Anhang den ältesten steirischen Notendruck enthält: 20 vierstimmige Cantus-firmus-Bearbeitungen von J. de Cleve. Als Grundlage dienten z. T. sehr bekannte protestantische Choräle. 1575 wurde G. – unverschuldet in die Religionskämpfe verwickelt – verhaftet. Sein Epitaphgemälde, das er 1553 für seine Eltern malen ließ, ist in der Pfarrkirche Anger erhalten.
W: Gesang Postill 1569 u. 1574 (Faks. 1950).
Lit: StMl 1962–66; [Kat.] Musik i. d. St 1980; MGÖ 1 (1995); K. Amon in Jb. f. Liturgik u. Hymnologie 15 (1970); Federhofer 1996; H. J. Moser, Die Musik im frühevangelischen Österreich 1954; H. Osthoff, Die Niederländer und das dt. Lied 1938.
BB