Über seine Ausbildung und frühe Tätigkeit ist nichts bekannt. 1576 ist er durch ein Dankschreiben an die Landschaft erstmals in der Steiermark nachweisbar. 1578 soll er Schulmeister in Eisenerz gewesen sein und der Landschaft eine Vokalkomposition gewidmet haben; 1582 ist er als Schulmeister in Vordernberg verbürgt. 1585 oder 1586 ging er in gleicher Funktion nach Kapfenberg. 1593 überreichte er seine Tricinia dem Württembergischen Herzog Friedrich. Als 1597 auch in Kapfenberg die Gegenreformation eingeführt wurde, wandte er sich nochmals an die steirische Landschaft, erhielt jedoch nur ein Abschiedsgeschenk. Ob sich eine Notiz von 1605 in Linz über einen gleichnamigen „Soldaten vom Adl“ auf ihn bezieht, ist offen. Die erhaltenen Kompositionen versuchen ganz unverblümt, zwischen Katholizismus und Protestantismus zu lavieren.
W: Psalmus XCIIII und Brevis, sed admodum pia commonefactio Graz 1588; Neue geistliche Tricinia Nürnberg 1593 (nicht erhalten); hs. Cantiones.
Lit: NGroveD 9 (2001); R. Flotzinger in MAM 38 (1975); StMl 1962–66.
RF