Lebte bis 1940 in Brunegg in Sexten/Südtirol; bis 1955 war F. Träger und Hüttenwirt auf verschiedenen Berghütten, dann Verwalter in Krippenbrunn am Dachstein/St und ab 1971 Stadtwirt in Salzburg; ab 1972 Beiträge für Radiosendungen, ab 1974 die Sendung Mit’n Sepp in’s Wochenende; seit 1986 Moderator der Fernsehsendung Klingendes Österreich. Im gleichen Jahr übernahm er bei der Salzburger Kronenzeitung eine wöchentliche Kolumne.
Dank seiner Fernsehsendung wurde F. zum Symbol für die Volksmusik in Österreich. Er selbst hat sich allerdings nie in dem Maße als Musikfachmann gesehen, sondern diese Funktion wurde ihm durch das Konzept der Sendung – die strahlende österreichische Landschaft in Verbindung mit der dazupassenden Volksmusik – aufgedrängt. Da etwa zur gleichen Zeit K. Moik mit seinem Musikantenstadl internationale Erfolge erreichte, wurden die beiden Protagonisten der jeweiligen Sendungskonzepte von der Presse gerne als Gegenpole hochgespielt. Beiden war jedoch nie an einer solchen Polarisierung gelegen. Bei genauer Analyse der Sendung Klingendes Österreich begegnet man in F. vielmehr einem Menschen, der die Verwurzelung in der Heimat, die Liebe zu den einfachen Dingen symbolisiert und damit ganz bewusst nicht im sog. Trend der Zeit stehen möchte.
P: Renee Marcic’-Preis (einzige von S. F. angenommene Auszeichung).
Lit: S. Forcher, I mog die Leut – Vom Hüttenwirt zum Fernsehstar 42000.
WW