Ausgebildet vom Vater Joseph D., dann in Wien, wo er 13-jährig als Flötist debütierte. Nach mehreren Konzertreisen mit seinem Bruder wurde er 1. Flötist zunächst an der Bukarester Oper, 1838 in Buda (Budapest) am Deutschen Theater, 1841 in Pest am Ungarischen Nationaltheater (1853 Mitbegründer des Ungarischen Philharmonischen Orchesters), 1841–48 auch Kapellmeister der Nationalgarde, schließlich 1858 an der Wiener Hofoper, wo er zudem als Ballettdirigent wirkte (1869 wurde er auch Musikdirektor des Hofballetts). 1865–83 unterrichtete er Flöte am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde. F. D. komponierte u. a. erfolgreiche Opern – z. T. nach italienischen Vorbildern (besonders Gae. Donizetti) mit Elementen aus ungarischer, polnischer, türkischer und russischer Musik – und Ballettmusiken.
W: Opern (Benyovszky [Afanásia] 1847; Ilka és a huszártoborzó 1849; Wanda 1850; A két huszár 1853; Erzsébet [2. Akt von F. Erkel, 3. Akt von K. Doppler] 1857; Judith 1869); 15 Ballette; Ouvertüren; Flötenkonzerte; Kammermusik; Klavierstücke; Instrumentierungen von Klavierwerken F. Liszts.
Sein Bruder Karl (Károly): * 12.9.1825 Lemberg, † 10.3.1900 Stuttgart/D. Flötist, Komponist und Dirigent. Wirkte in denselben Budapester Theatern wie sein Bruder, bis 1862 auch als Dirigent am Nationaltheater. 1865–98 war er 2. Hofkapellmeister in Stuttgart. Sein Sohn Árpád (1857–1927) war Pianist, Chordirektor und Komponist in Stuttgart.
W: Opern (A gránátos tábor 1853; Vadou fia 1854); Bühnenmusiken; kleinere Musikstücke.
Lit: MGG 5 (2001); ÖBL 1 (1957); NGroveD 5 (1980); Stieger II/1 (1977); Wurzbach 3 (1858).
UH