Trat 1746 in Wien in den Jesuitenorden ein (1756 Priester) und wurde dort 1759 Prof. der schönen Wissenschaften sowie der Literatur und Bücherkunde am Theresianum, 1773 nach der Ordensaufhebung Vorsteher der Garellischen Bibliothek, 1784 Kustos an der Hofbibliothek. D. machte Österreich als erster mit der norddeutschen Literatur bekannt und trat u. a. auch als Lyriker (Bardendichtung) und Dramatiker an die Öffentlichkeit. Einige der auch theologisch qualitätsvollen 17 Lieder aus seinem 1774 erschienenen, häufig nachgedruckten Gesangbuch sind noch heute verbreitet.
Schr: u. a. bibliothekswissenschaftliche und bibliographische Werke; Gedichte; Übersetzungen; Geistliche Lieder zum Gebrauche der hohen Metropolitankirche bey St. Stephan in Wien und des ganzen wienerischen Erzbistums 1774; Text „Großer Gott, wir loben dich“ (ca. 1776 für das Gesangbuch Maria Theresias).
Lit: ÖL 1995; Czeike 2 (1993); MGÖ 2 (1995); ADB 5 (1877); Wurzbach 3 (1858); Slg. Moißl.
UH