Brand, Michael(Pseud.: Mosonyi, Mihály)
get. 4.9.1815 Frauenkirchen/Bl, † 30.10.1870 Budapest. Musiker.

Erste musikalische Ausbildung in Frauenkirchen. Nach Buchhaltertätigkeit in Pressburg und Studien bei Karl Turányi (1806–72) war er 1835–42 Musiklehrer bei Graf Pejachevits in Réthfalü/H. Lebte ab 1842 in Pest, wo er mit F. Liszt und F. Erkel befreundet war. 1859 Magyarisierung des Namens auf Mosonyi. Ab 1860 Mitarbeiter von Zenészeto Lapok, der ersten ungarischen Musikzeitschrift. Klavierlehrer von G. und S. Erkel und Ö. v. Mihalovich. Veröffentlichte ab 1860 unter dem Pseud. Mosonyi nationalungarische Werke.

W: Messen, Symphonische Dichtungen (Trauer um Széchényi, Sieg und Trauer des Honvéd, Festouvertüre); Opern (Kaiser Max auf der Martinswand, Szép Ilonka, Almos); Streichquartette; Klavierwerke (12 Bilder aus der Kinderwelt 1854, Studien für das Piano zur Bildung des Vortrages für ungarische Musik 1861); Lieder; Männerchöre; Volksliedbearbeitungen für Kl.

Lit: NGroveD 17 (2001); G. Proier in ÖMZ 25/4 (1970); ZeneiL 2 (1965); J. Káldor, M. M. (1815–1870), Diss. Leipzig 1936.

AH