Bohdanowitsch (Bohdanowicz), Familie
Basilius (Bazyli) von: * 1740 Małopolska/Ostgalizien (heute PL), † 23.2.1817 Wien. Komponist, Dirigent und Geiger.

Polnischer Adeliger. Ab 1775 in Wien nachweisbar, ab 1779 Geiger im Theater in der Leopoldstadt in Wien. 1785-91 spielte er im Orchester der Tonkünstler-Sozietät. Trat 1785–1803 mit seinen 8 Kindern in „seltenen“ musikalischen Akademien auf, seine Kompositionen waren auf Effekt berechnet. B. wurde von den Zeitgenossen als Scharlatan bezeichnet.

W: Symphonie in D, Kompositionen für Kl. und V., 12 Polonaises avec 3 pièces pour le Fortepiano (1780), 3 Violinduette (1784), Daphnis et Phillis avec un Adieu pour le Fortep. à 4 mains (1798), Die musikalische Familie des ... (1803).

Seine Kinder Basilius († 29.3.1847 Wien), Sänger. Ab 1792 am Theater in der Leopoldstadt, 1807 in Linz; Katharina ca. 1792–97 Sängerin am Hoftheater und am Theater an der Wien; Michael (* 6.11.1779 Wien, † 20.1.1830 Wien). Beamter und Komponist. Sang mit seinem jüngeren Bruder Franz im Chor des Burgtheaters und im Kärntnertortheater. Beamter der kaiserlichen Verwaltung, ab 1820 Kassier bei Baron R. v. Hackelberg-Landau, dem Mann seiner Schwester Katharina.

W: Huit variations pour violon, Sechs deutsche Gesänge für 1 Singstimme mit Kl. oder Git.

Theresia, Sängerin. U. a. am Kärntnertortheater und am Theater an der Wien.

Lit: NGroveD 3 (2001); MGG 3 (2000); MGG 15 (1973); Wurzbach 2 (1857); Blümml/Gugitz 1922; RISM 1 (1971); EitnerQ 2 (1900), Ntrg. 1904; Slg. Moißl.

AH