B. wird erstmals 1780 erwähnt, als er die Kapelle in Esterháza mit Fagottrohren belieferte. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits k. k. Hofinstrumentenmacher in Wien. Das Wiener Bürgerrecht dürfte er nie erlangt haben, auch in den Steuerbüchern scheint er nicht auf. B. war in erster Ehe mit Elisabeth (ca. 1744–1.7.1778) und in zweiter mit Juliane Seefried (ca. 1762–13.1.1830; Trauung am 4.1.1784) verheiratet. Er wohnte im Haus Neubau Nr. 91 (auch: Nr. 235), welches den Hausnamen „Zum goldenen Fagott“ trug. Spätestens ab 1790 war er dessen Eigentümer. B. starb 1797 an Nervenfieber und hinterließ neben seiner Witwe vier Kinder. In seinem Haus wurde am 16.11.1797 eine Auktion durchgeführt, bei der vermutlich B.s Verlassenschaft versteigert wurde. Neben Gemälden und Prätiosen gelangten Streichinstrumente und Musikalien sowie Werkzeug zur Ausrufung.
B. fertigte alle Arten von Holzblasinstrumenten. Young weist 18 erhaltene Instrumente nach, wobei zahlenmäßig die Doppelrohrblattinstrumente überwiegen. Als instrumentenkundlich wichtigstes Objekt ist ein siebenklappiges Bassetthorn von ca. 1780 im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg (Inv. Nr. MI 134) erwähnenswert.
Lit: J. Eppelsheim in F. Hellwig (Hg.), Studia Organologica, [Fs.] John Henry van der Meer 1987; J. Harich in The Haydn Yearbook 3 (1965),152; H. Haupt in StMw 24 (1960), 127; Hopfner 1999; R. Maunder in The Galpin Society Journal 51 (Juli 1998), 181; W. Waterhouse, The New Langwill Index 1993; Ph. T. Young, 4900 Historical Woodwind Instruments 1993.
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