A. B. und Band (1986), später A. B. and the Trix ist der Versuch, am Mainstream des Gitarren-Rock von Österreich aus zu partizipieren. Dies unter Nutzung internationaler Studios, Produzenten und des entsprechenden Sounds/Arrangements und virtuoser Gitarre (Helmut Bibl). 1987 erhielt B. den Pop-Amadeus als bester Nachwuchskünstler, Slow Down war als meistgespielter Titel des Jahres 1989 Nr. 1-Hit der Ö3-Charts. Der programmatischen Selbstzuschreibung im Titel der ersten LP Listen To The Bad Boys steht bis heute eine andere musikalisch-persönliche Erscheinung gegenüber. Diese zwingt geradezu zur doppelten Vermarktung. Im österreichischen Film Day and Night (1988) – Titelsong Extra Feathers 1991 – spielt B. einen aufstrebenden Popstar. Als Guestmusician bereits vor seiner Solokarriere bei Wilfried (Ganz oder gar net 1985) und später bei Falco, den Hektikern und G. Danzer sowie durch Beiträge auf österreichischen Samplern (Megaherz 2; Best of Austria) und Samplern zu gemeinnützigen Sozialhilfeprojekten (Lichtermeer 1993, zugunsten SOS-Mitmensch; Time to Act 1993, Aids-Hilfe) verhalf und verhilft sich B. zu öffentlicher Präsenz.
W: Alben Listen to the Bad Boys 1987, What's Wrong 1989, Extra Feathers 1991,Catch My Breath 1993, Every Other Day 1993 (Maxi-CD), Wooden Days 1995.
Lit: E. Larkey, Pungent Sound 1993; W. Gröbchen (Hg.), Heimspiel. Eine Chronik des Austro-Pop 1995; http://www.andybaum.at (12/2000).
WJ