Ausbildung vermutlich 1739–45 im Jesuitenseminar in Krems/NÖ, dann im Wiener Jesuitenkonvikt, wo er M. Haydn und J. G. Albrechtsberger traf; Generalbass-Unterricht vermutlich beim Organisten Johann Nepomuk Boog. 1753 trat A. ins Augustiner-Chorherrenstift St. Florian ein (Profess 1754, Primiz 1757) und wirkte dort seit 1755 als Regens chori. Seine in der Wiener und Salzburger Lokaltradition stehenden Werke zeigen auch neapolitanische und venezianische Einflüsse und sind handschriftlich über ganz Österreich, Teile Süddeutschlands, Böhmens, Mährens und Ungarns verbreitet (s. Abb., Partita in Kremsmünster, Autograph?). A.s kontrapunktisches Können und farbige Harmonik haben noch den jungen A. Bruckner beeindruckt.
W: 7 Oratorien; 40 Messen; 12 Requiem-, 25 Magnificat-Vertonungen; 4 Te Deum und zahlreiche kleinere Kirchenwerke; Missa profana (auch: „Faschingsmesse“), Missa germanica; 2 Singspiele; Couplets, Lieder; 3 Symphonien; Kammermusik.
Lit: P. Dormann, F. J. A. 1985 (mit WV); NGroveD 1 (2001); MGG 1 (1999); Erhart 1998; MGÖ 2 (1995).
UH