Erhielt seine Ausbildung in Wien (u. a. durch die Familie Ebner). Nach diversen Kapellmeister- und Organistentätigkeiten erschienen seine ersten 4 op., die alle prominenten Persönlichkeiten gewidmet sind (Leopold I., Joseph I, Fürstbischof J. Ph. Lamberg – später auch Widmung an den Abt von Lambach, Maximilian Pagl). 1705 wurde A. Nachfolger von G. Muffat als Hof- und Domkapellmeister in Passau; ab diesem Zeitpunkt komponierte er fast ausschließlich Kirchenmusik. Seine Bedeutung als Musiktheoretiker wurde erst in jüngster Zeit wiederentdeckt (Abb. aus Memnon Sacer, Basso continuo).
W: Regulae Compositionis Fundamentalis Musurgiae (Ms.); Concors discordia (1695, Joseph I. gewidmet), Dulcis fidium harmonia, symphoniis ecclesiasticis concinnata (1703); über 200 Kirchenmusikwerke.
Lit: MGG 1 (1999); MGG 1 (1949–51); NGroveD 1 (2001); H.-W. Schmitz, Passauer Musikgeschichte 1999; H. Federhofer in Mf 54 (2001).
ETH