Zunächst Fleischhauer, Tapezierer, dann organisatorisch für die Volkssängertruppe von J. Fürst tätig, bevor er selbst als Volkssänger auftrat, 1862–72 gemeinsam mit I. Nagel (besonders mit politischen Liedern), zeitweise auch mit Opernsänger Karl Vickermann. 1870–92 hatte A. eine „ambulante Singspielhallen-Konzession“ und beschäftigte bei seinen erfolgreichen Veranstaltungen zahlreiche Kollegen.
Vier seiner sechs Kinder mit der Münchener Zithervirtuosin Brigitta, geb. Deininger (1844–90), waren ebenfalls Volkssänger: Anton jun. (1862–1931), ab 1889 am Wiener Deutschen Volkstheater; Rudolf (1863–1926), ab 1889 Hofopernsänger; Franz (1866–?); Adolf (1874–?), später Schauspieler.
W: zahlreiche „Kabinettstücke“ (’s Wiener Vollblut, Der Erdberger Göd, Der tapfere Schuster); „Schlager“ (San ma’s oder san ma’s net?; Schatzerl, du bist mein; Höher, Peter).
Lit: Czeike 1 (1992); J. Koller, Das Wiener Volkssängertum 1931.
UH